Pizarro ließ BVB & HSV abblitzen – Werder kassiert kräftig ab

Claudio Pizarro ist zurück an der Weser. Sein Einstand gegen die TSG Hoffenheim war vielversprechend. Insgesamt wird der SV Werder finanziell profitieren. Dabei wäre Pizarro beinahe zu einem anderen Bundesligisten gewechselt.

Das neue Bremer Traumduo: Pizarro und Ujah
Das neue Bremer Traumduo: Pizarro und Ujah ©Maxppp

Dem ein oder anderem Werder-Fan dürfte ein angenehmer Schauer über den Rücken gelaufen sein, als Claudio Pizarro am Sonntagnachmittag um 17:08 Uhr erstmals nach drei Jahren wieder den Rasen als Spieler der ‚Grün-Weißen‘ betrat. Und das Glücksgefühl war nur wenige Minuten später perfekt. Da nämlich bekam Pizarro einen langen Ball von Linksverteidiger Santiago García mustergültig in den Fuß gespielt, zog drei Hoffenheimer auf sich und spitzelte den Ball zu Anthony Ujah, der zum 2:1 vollstreckte.

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Der sportliche Einstand von Pizarro hätte also kaum besser verlaufen können. Und auch abseits des Platzes ist die Rückkehr des verlorenen Sohns das Emotionalste, das am Osterdeich seit geraumer Zeit geschehen ist. Laut ‚Sport Bild‘ kauften am ersten Trainingstag 1000 Fans ein Trikot mit dem Namen des Peruaners. Daraufhin orderten die Bremer weitere 6000 Exemplare nach. Es winken also Einnahmen von mehreren Hunterttausend Euro. Zudem sagt Finanzboss Klaus Filbry: „Die Verpflichtung von Claudio kann in dem einen oder anderen Sponsoren-Gespräch schon helfen.“

BVB & HSV abgesagt

Dass Pizarro überhaupt wieder an der Weser gelandet ist, dürfen die Hanseaten in erster Linie der Heimatverbundenheit des 36-Jährigen verdanken. „Bremen ist mein zweites Zuhause. Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt Pizarro. Zuvor hatte er unter anderem Borussia Dortmund und dem Hamburger SV einen Korb gegeben, wie die ‚Sport Bild‘ berichtet. Beim BVB waren die Aussichten auf regelmäßige Einsätze sehr schlecht, beim HSV plagten ihn Gewissensbisse – dabei hätte Pizarro bei beiden Klubs deutlich mehr verdienen können.

Eine Warnung spricht Sportchef Thomas Eichin dennoch aus. „Ich werde ein wachsames Auge auf die Situation haben, dass sich nicht alles auf Claudio bezieht“, erklärt Eichin, „denn das wäre kontraproduktiv. Darum setze ich auch auf das Fingerspitzengefühl unserer Fans, dass sie ihn nicht schon nach zwei Minuten mit Pizarro-Rufen fordern, wenn Aron Johannsson und Anthony Ujah auf dem Feld sind.“ Einen weiteren Eindruck von der Euphorie rund um das sympathische Schlitzohr kann der Bremer Manager am Samstag erhalten. Dann empfangen die ‚Grün-Weißen‘ den FC Ingolstadt zum ersten Heimspiel nach der Pizarro-Rückkehr.

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