Bayern in der Zwickmühle – Gehaltslimit verzögert Verhandlungen

Der FC Bayern will auch in Zukunft keine wirtschaftlich unvernünftigen Dinge machen. Dementsprechend einigten sich die Gremien beim Rekordmeister auf ein Gehaltslimit.

Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka
Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka ©Maxppp

Der FC Bayern befindet sich in einer eigens konstruierten Zwickmühle. Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, hat der Rekordmeister ein internes Gehaltslimit etabliert, das Vertragsverhandlungen mit Topspielern enorm erschwert. Mehr als 20 Millionen Euro per annum sollen demnach nur die absoluten Führungsspieler erhalten.

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Da die Arbeitspapiere von Leon Goretzka (26), Joshua Kimmich (26) und Kingsley Coman (25) allesamt innerhalb der nächsten zwei Jahre auslaufen, stecken die Bayern in der Klemme. Durch das international steigende Gehaltsniveau bei europäischen Spitzenklubs erhöhen sich auch die Forderungen der genannten Akteure. Bei David Alaba (29) fand man sich vor einiger Zeit in einer ähnlichen Situation wieder und rückte nicht von dem Plan ab. Die Folge: Alaba unterschrieb bei Real Madrid.

Goretzka-Situation ernst

Besonders die Situation um Mittelfeldmotor Goretzka ist heikel. Sein Vertrag läuft bereits nach der anstehenden Saison aus. Die Verhandlungen wurden dem Bericht zufolge noch nicht wieder aufgenommen. Topklubs wie Manchester United, Real Madrid und der FC Barcelona strecken die Fühler nach dem deutschen Nationalspieler aus.

Die Diskrepanz zwischen den Forderungen der Spielerseite und dem, was die Bayern bieten wollen, ist nach ‚Sport Bild‘-Informationen groß. Während Goretzkas Vertreter um die 20 Millionen Euro fordern, offerieren die Offiziellen von der Säbener Straße lediglich zehn bis zwölf Millionen Euro pro Jahr, so das Fachblatt.

Sanés Gehalt ein Problem

Der Einkauf von Leroy Sané (25) sollte ursprünglich zeigen, dass der FCB international auch auf dem Transfermarkt oben mitmischt. Neben der Ablöse von 49 Millionen Euro lassen sich die Bayern die Dienste des Flügelspielers mehr als 15 Millionen Euro Gehalt im Jahr kosten.

Für Spieler wie Serge Gnabry (26) oder eben Coman, die leistungstechnisch eine stärkere Saison ablieferten als Sané, bietet das Gehalt des ehemaligen Schalkers nun eine Grundlage für höhere Forderungen. Die Bayern wollen bei ihrem Gehaltslimit stark bleiben, gehen aber damit auch das Risiko ein, Stammkräfte ablösefrei an besserzahlende Vereine zu verlieren.

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