Schalke 04: FCA bei Weinzierl eisenhart – drei Alternativen

Seit Sonntag hat Christian Heidel offiziell das Sagen bei Schalke 04. Zwei Transfers konnte der 52-Jährige zuvor schon eintüten. Oberste Priorität hat aber ein neuer Trainer. Da der FCA nicht von seiner Forderung für Markus Weinzierl abrückt, tauchen drei alternative Namen auf.

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Wunschkandidat bei der Borussia: FCA-Trainer Markus Weinzierl
Wunschkandidat bei der Borussia: FCA-Trainer Markus Weinzierl ©Maxppp

Eigentlich war alles für einen reibungslosen Übergang von Horst Heldt auf Christian Heidel geebnet. Mehr noch. Mit der Verpflichtung von Naldo, der trotz seines Alters (33) auf Anhieb eine Verstärkung sein dürfte, läutete der Ex-Mainzer seine Ära auf Schalke vielversprechend ein. Hinzu kommt die Rückkehr von Robert Leipertz aus Heidenheim.

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Zudem beschlossen Heidel und sein neuer Arbeitgeber, ohne André Breitenreiter in die neue Saison gehen zu wollen. Ein weiterer dicker Pluspunkt beim Gros der Anhänger. Selbst wenn die Entscheidung eigentlich am Pfingstsonntag, zeitgleich mit Heidels offiziellem Amtsantritt bei S04, bekanntgegeben werden sollte. Breitenreiter aber hatte andere Pläne und machte seinen Abschied schon Samstag publik. „Es war vereinbart, dass wir das erst Sonntag veröffentlichen. Aber es ist kein Problem, dass André Breitenreiter dem zuvorgekommen ist. Ich wollte, dass er vor dem letzten Saisonspiel Klarheit hat“, erklärt Heidel der ‚Bild'.

Drei Alternativen in der Hinterhand?

Als Nachfolger hat sich der 52-Jährige gemeinsam mit der Vereinsführung längst auf Markus Weinzierl geeinigt. Und auch der bayrische Erfolgstrainer scheint nach vier Jahren beim FC Augsburg bereit für den nächsten Karriereschritt. Da er seinen Vertrag in der Fuggerstadt aber erst vor gut einem Jahr bis 2019 verlängerte, pocht der FCA auf eine satte Ablöse: Fünf Millionen Euro. Davon rückt der Klub bislang nicht ab.

Laut ‚Bild‘ beschäftigt sich Schalke deshalb auch mit Alternativen. Auf Heidels Liste sollen Marcelino vom FC Villarreal, Lucien Favre und André Villas-Boas, der seinen auslaufenden Vertrag bei Zenit St. Petersburg nicht verlängert, stehen. „Ich kann nicht sagen, dass wir schon Dienstag oder Mittwoch den neuen Trainer haben. Die Pause ist dieses Jahr lang – wir haben viel Zeit, um eine gute Entscheidung zu finden“, unterstreicht Heidel, keine Eile zu haben.

FT-Meinung: Auch wenn fünf Millionen Euro Ablöse für einen Trainer eine echte Hausnummer sind, sollte Schalke sich die Chance nicht entgehen lassen. Das Duo Heidel und Weinzierl klingt äußerst vielversprechend. Und ein Trainer, der mit Augsburg und zuvor Regensburg derart überraschende Erfolge hatte, hat sicherlich maßgeblicheren Einfluss auf die Zukunft des Vereins als ein möglicher Spielertransfer in der Größenordnung. Hier sollten die Prioritäten klar sein. Zudem wird sich der sensible Favre das Schalker Tollhaus kaum antun. Und Villas-Boas würde ungefährdas Gehalt verschlingen, das man an Ablöse für Weinzierl nach Augsburg überweisen müsste.

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