Neuer Fall Piqué: Geht García einen ähnlichen Weg?

Bei ManCity schickt sich ein Abwehrtalent an, die ganz großen Namen auf seiner Position zu beerben. Die Parallelen von Eric García zu Gerard Piqué sind verblüffend. Der FC Barcelona beobachtet die Situation im Etihad ganz genau.

Eric García steht bei Manchester City unter Vertrag
Eric García steht bei Manchester City unter Vertrag ©Maxppp

Am 21.September 2019 debütierte Eric García (19) in der Premier League, Manchester City fuhr einen 8:0-Sieg gegen den FC Watford ein. Auch wenn er nur eingewechselt wurde: Dass ein Spieler mit 18 Jahren für einen internationalen Spitzenklub debütiert, belegt, dass er mit einer Menge Talent ausgestattet ist.

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Kaum zu glauben, dass der FC Barcelona den Innenverteidiger 2017 für eine Ablöse von 1,7 Millionen Euro nach England ziehen ließ. Bei den Katalanen scheint man diesen Schritt nun zu bereuen. Wie ‚ESPN‘ erfuhr, haben sich die Blaugrana nach Garcías Situation erkundigt.

Citys Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hochrangige Führungskräfte des englischen Klubs haben dem Bericht zufolge deutlich gemacht, dass der Youngster nicht zum Verkauf steht. Da García noch bis 2022 gebunden ist, dürfte ein Transfer frühestens 2021 evaluiert werden, zumal bei Barça in diesem Sommer andere Personalien im Vordergrund stehen, die eine Menge Geld verschlingen werden.

Spielmacher in der Abwehr

Mit seinen 1,83 Metern besitzt García nicht gerade Gardemaß für einen Innenverteidiger. Der eher schmächtige Spanier entspricht auch sonst nicht dem Bild eines typischen Abwehrrecken. Statt Aggressivität und Härte macht sich der Rechtsfuß lieber sein herausragendes Stellungsspiel zunutze.

Zu einer starken Antizipation gesellt sich ein außergewöhnlich gutes Timing bei Zweikämpfen. Und wie es sich für einen Schützling von Pep Guardiola gehört, gelingt es dem U-19-Europameister von 2019 regelmäßig, die gegnerischen Abwehrreihen mit einem Pass zu überwinden.

Vergleich mit Piqué

Ebenso wie García war auch Gerard Piqué einst aus der Barça-Jugend auf die britische Insel gewechselt. Ihn verschlug es 2004 zu Citys Stadtrivalen United. Vier Jahre und zwölf Spiele später kehrte er zu seinem Ausbildungsverein zurück und wurde dort zur Legende. Zum Vergleich: Für García stehen bislang acht Einsätze in drei Jahren auf dem Konto.

Die Parallele ist nicht von der Hand zu weisen. Und auch mit Blick auf die spielerischen Anlagen liegen die beiden nicht weit auseinander. Ähnlich wie Piqué könnte auch García in seinem vierten Jahr auf der Insel das Weite suchen. Dass er dann den Routinier beerben könnte, macht den Vergleich endgültig rund.

Barça steht bereit

Schlägt Barça auch diesmal im vierten Jahr zu? Ende der nächsten Saison wäre City zum Handeln gezwungen, sollte García seinen Vertrag in der Zwischenzeit nicht verlängern. Denn dann muss sich der Scheichklub entscheiden: García ein Jahr vor Vertragsende verkaufen oder einen ablösefreien Abgang im darauffolgenden Jahr riskieren.

Guardiola wäre wohl mit beiden Entscheidungen unglücklich. Der Taktik-Fanatiker sieht García als Musterschüler an. Und auch die City-Verantwortlichen sind eigentlich gewillt, dass auch mal ein eigenes Talent den Durchbruch bei den Profis schafft.

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