Bundesliga

BVB-Plan: Kovac stellt sich quer

Niko Kovac leistet bei Borussia Dortmund hervorragende Arbeit. Der Punkteschnitt des Kroaten spricht klar für sich, doch eigentlich sollte er auch junge Talente fördern. Damit tut sich Kovac seit jeher schwer. Aktuell gibt es für die Youngstars wenig Chancen – der Trainer erklärt sich.

von Martin Schmitz - Quelle: WAZ
2 min.
Niko Kovac mit Youngster Mathis Albert @Maxppp

Geht es rein nach dem sportlichen Erfolg, ist Niko Kovac trotz anfänglicher Skepsis bei Borussia Dortmund über jeden Zweifel erhaben. Der 55-Jährige ist nach Punkteschnitt einer der besten BVB-Trainer der Geschichte. Einen Titel zu holen, ist angesichts der schier übermächtigen Konkurrenz aus München schwer. Daher hat Kovac vor allem einen anderen Auftrag. Und den erfüllt der Trainer aktuell nicht.

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Vor der Saison wurde im Rahmen der Verpflichtung des neuen Sportdirektors Ole Book das klare Ziel formuliert, (eigenen) jungen Talenten deutlich mehr Spielpraxis zu verschaffen. Zu Anfang der Spielzeit war dies durchaus der Fall, spätestens seit der Länderspielpause kommen die Youngsters bei den Schwarz-Gelben aber kaum noch zum Einsatz. Gegenüber der ‚WAZ‘ versucht sich Kovac zu rechtfertigen.

„Es stimmt, die Jungen sind momentan ein wenig hintendran. Wenn es etwas enger ist, hat man als Trainer eher den Hang, erfahrene Spieler zu bringen“, so der Übungsleiter über die zwischenzeitliche Phase mit drei sieglosen Pflichtspielen am Stück. Selbst Joane Gadou (19), der sich zu Saisonbeginn in der Abwehrkette einen Stammplatz erobert hatte, kommt immer weniger zum Einsatz.

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Laut ‚WAZ‘ vertraut Kovac den jungen Spielern aktuell nicht genug. Einer der Gründe sei das peinliche 0:1 in der Champions League gegen Bodö/Glimt, als Samuele Inácio und Konstantinos Karetsas (beide 18) nebeneinander im offensiven Mittelfeld aufliefen. „Das habe ich auf meine Kappe genommen, da waren wir etwas zu jung für die Champions League“, so Kovac.

Sollte Niko Kovac mehr auf die Jugend setzen?
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Beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt (1:0) am vergangenen Wochenende kam Gadou erst in der Nachspielzeit aufs Feld, Filippo Mane (21), Samuele Inacio und Enzo dos Santos (17) blieben auf der Bank. Mathis Albert (17) und Kaua Prates (18) fehlten verletzt.

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Wann die jungen wieder mehr Spielzeit bekommen, ist unklar. Kovac appelliert: „Sie müssen weiter geduldig sein, müssen sich anbieten im Training – und auch über die U23. Sie brauchen Spielminuten, um sich weiterzuentwickeln, Trainingseinheiten reichen nicht. Zumal wir in den letzten und nächsten Wochen sehr wenig Trainingsminuten haben wegen der vielen Spiele – da werden sie das eine oder andere Spiel unten machen.“ Ob den BVB-Bossen das gefällt?

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