Für 22 Millionen Euro kam Kevin de Bruyne in der Wintertransferperiode des vergangenen Jahres zum VfL Wolfsburg. Ein stolzer Preis für einen Spieler, der zwar bei seinem Leihengagement beim SV Werder Bremen zeigte, was er drauf hat, beim FC Chelsea aber zumeist auf der Bank Platz nehmen musste. Aber nach einer gewissen Anlaufzeit in der Autostadt ist der Mittelfeldmotor in der laufenden Saison geradezu explodiert.

37 Torbeteiligungen in ebenso vielen Pflichtspielen sind atemberaubend. Vor allem in der Europa League ist der Belgier der Faktor, der die ‚Wölfe‘ zum Titelaspiranten macht. Vor einer Woche besiegte de Bruyne Inter Mailand quasi im Alleingang, schoss zwei Tore selbst und legte einen Treffer auf – Endstand 3:1. Bewundert wurde die Leistung des Ausnahmekönners auch von Scouts aus Paris.

PSG-Vertreter trafen sich mit de Bruyne

Paris St. Germain hat längst die Witterung aufgenommen. Wie das Fachblatt ‚France Football‘ berichtet, hat sich PSG-Co-Trainer Olivier Letang im Anschluss an das letztwöchige Europa League-Spiel mit de Bruyne und dessen Berater getroffen, um die Chancen auf einen Sommerwechsel auszuloten.

‚Wölfe‘-Manager Klaus Allofs betont underdessen zwar, dass er sich keine Sorgen mache, völlig überzeugt vom Verbleib des Offensivmotors scheint der 58-Jährige aber nicht. „Wir wollen ihn nicht abgeben, er will nicht weggehen. Ich verlange von ihm kein Bekenntnis, dass er bis 2019 bleibt. Ich weiß, wie Kevin tickt, ich weiß, wie er das hier einschätzt. Wir müssen uns keine unnötigen Sorgen machen“, so Allofs gegenüber der ‚Bild‘.

60 Millionen plus X für de Bruyne?

Wenn wir es (Qualifikation für die Champions League, Anm. d. Red.) nicht schaffen, dann müssten wir es anders angehen – ohne diese Spieler“, so Allofs weiter. Angesichts von zwölf Punkten Vorsprung auf Platz drei muss er sich aber keine Sorgen machen. Besorgniserregender sind da vielmehr die potenten Interessenten und vor allem die ausgerufenen Summe. Nach Informationen der belgischen Tageszeitung ‚Het Laatste Nieuws‘ wird der Wert des 24-fachen Nationalspielers aktuell auf 60 Millionen Euro beziffert – Tendenz steigend.

Paris St. Germain sowie die beiden Manchester-Klubs United und City wollen im Sommer ernst machen bei de Bruyne. Der VfL will den besten ‚Wolf‘ der vergangenen Jahre selbstverständlich nicht ziehen lassen. Wedeln die steinreichen Klubs im Sommer mit 60 Millionen plus X, würde es aber wohl auch für Allofs äußerst schwierig abzulehnen.