Es gibt im Moment nur diesen Wunsch und der ist einseitig“, gab Klaus Allofs vor kurzem zähneknirschend zu Protokoll, dass André Schürrle ausschließlich zu Borussia Dortmund wechseln möchte. Ob die unterschwellige Enttäuschung nur gespielt ist, ist schwierig zu sagen. Immerhin steht der Manager vor dem zweitgrößten Deal seines Wolfsburger Karriereabschnittes nach Kevin de Bruyne.

BVB zahlt die geforderte Ablöse

Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, soll der Transfer bis zum kommenden Mittwoch, wenn der BVB gen China aufbricht, unter Dach und Fach sein. Mit Schürrle hat sich der Vizemeister bereits auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Berater Ingo Haspel hofft auf einen baldigen Abschluss: „Ich würde es begrüßen, wenn André die Chance wahrnehmen dürfte, in Dortmund zu spielen.

Um den Weltmeister an Land zu ziehen und damit den Herzenswunsch von Thomas Tuchel zu erfüllen, greifen die Borussen exorbitant tief in die Tasche. Die Ablöse soll sich auf 35 Millionen Euro plus erfolgsabhängiger Bonuszahlungen belaufen. Schürrle wird damit der mit Abstand teuerste Spieler der Vereinsgeschichte. Verzögert wird die Perfektmeldung lediglich noch von der bislang ergebnislosen Nachfolgersuche der ‚Wölfe‘. Als Topkandidat gilt Filip Kostic vom VfB Stuttgart.

Götze will zurück

Begleiten könnte den 55-fachen Nationalspieler Mario Götze. Laut dem Fachblatt kann sich der WM-Finalheld von vor zwei Jahren mittlerweile eine Rückkehr an die Strobelallee vorstellen. Auf diesen Meinungswechsel hat der BVB wohl nur gewartet.

Es gibt eine ganz klare Aussage von Mario Götze, dass er nächste Saison bei den Bayern bleiben möchte. Solange es keine neue Entwicklung gibt, beschäftigen wir uns nicht mit diesem Thema“, gab Hans-Joachim Watzke vor rund einer Woche zu Protokoll. Nach ‚Sport Bild‘-Informationen wollen die ‚Schwarz-Gelben‘ den verlorenen Sohn nun „unbedingt zurück nach Dortmund lotsen“. Die Entscheidung soll in den kommenden Tagen fallen.

FT-Meinung: Borussia Dortmund hat in diesem Sommer herausragende Transferentscheidungen getroffen. Jeder der sechs Neuzugänge ergibt auf seine Weise Sinn und war teilweise ein echtes Schnäppchen. Was die Verantwortlichen nun reitet, ist von außen nur schwierig zu beurteilen. Spätestens nach der EM müssten die Personalien Schürrle und Götze grundlegend überdacht werden. Stattdessen scheint der BVB aber tatsächlich in die beiden formlosen Offensivspieler so viel Geld zu investieren, wie in die bisherigen Transfers zusammen. Vor allem die Personalie Schürrle könnte für Tuchel zum Verhängnis werden. Floppt der 25-Jährige im Ruhrpott, könnte der Übungsleiter in Erklärungsnot geraten.