Das FussballTransfers-Zwischenzeugnis: 1. FC Nürnberg (5/18)

Das FussballTransfers-Zwischenzeugnis: 1. FC Nürnberg (5/18)

02.10.2012 - 17:14 Fußball Deutschland » Bundesliga Kommentare

Ein Glücksgriff für den Club: Hiroski KiyotakeEin Glücksgriff für den Club: Hiroski Kiyotake©Maxppp

Das Transferfenster ist seit Ende August geschlossen, die ersten Spieltage sind absolviert. Zeit für ein Zwischenfazit. FussballTransfers stellt die Transferpolitik der Bundesligisten auf den Prüfstand. Wer ist Volltreffer, wer Verstärkung, wer nur Mitläufer und welcher Neuzugang enttäuscht bislang?

Volltreffer:

Hiroshi Kiyotake (1 Million/Cerezo Osaka): Der Japaner ist auf Anhieb ein absoluter Leistungsträger beim ‚Club‘. Durch seine spielerische Klasse und sein Tempo nach vorne wird er für die Mannschaft von Dieter Hecking noch ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Abstieg sein. Nach sechs Spielen hat der 22-Jährige bereits vier Tore vorbereitet, ein besonders schönes erzielte er beim Auswärtssieg in Mönchengladbach selbst. „Er macht in unserem Spiel, in dem wir noch nicht die spielerische Leichtigkeit haben wie andere Vereine, mal etwas, bei dem man mit der Zunge schnalzen kann“ ist auch der Nürnberger Trainer voll des Lobes. Schon allein aufgrund der starken Standards ist der Mittelfeldmotor aus dem Spiel der Franken nicht mehr wegzudenken.

Verstärkung:

Fehlanzeige

Mitläufer:

Timo Gebhart (VfB Stuttgart/1 Million):In der abgelaufenen Saison kam der Mittelfeldspieler beim VfB Stuttgart nicht mehr recht zum Zug und wechselte nach Nürnberg. Beim ‚Club‘ läuft es für den oft verspielten Techniker bislang noch nicht rund. In den ersten fünf Partien kam er nur als Einwechselspieler zum Zug und konnte kaum Akzente setzen. Gegen seinen Ex-Klub durfte Gebhart am vergangenen Samstag erstmals von Beginn an auflaufen, viel gelang dem U19-Europameister von 2008 nicht. Auch wenn er nach dem durchwachsenen Startelfdebüt wieder auf die Bank muss, sieht Gebhart keinen Grund zur Sorge: „Kein Spieler sitzt gerne auf der Bank, auch ich nicht. Aber ich spüre das Vertrauen des Trainers, mache mir deshalb keine Gedanken.“

Sebastian Polter (VfL Wolfsburg/200.000 Leihgebühr): Der 21-jährige Angreifer kam vom VfL Wolfsburg, da er sich beim ‚Club‘ mehr Einsatzzeit versprochen hat. Nach unregelmäßigen Kurzeinsätzen in der vergangenen Saison will Polter in Nürnberg den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Dies gelingt ihm bislang durchschnittlich. Unter Hecking stand er zwar in jedem Pflichtspiel auf dem Spielfeld, bis auf einen Startelfeinsatz am ersten Spieltag gegen den Hamburger SV (1:0) kam der Stürmer jedoch stets von der Bank. Seine gezeigten Leistungen reichen bislang nicht aus für einen Stammplatz. Die Zeiten, in denen Polter in der Regionalliga ranmusste, sind allerdings vorbei.

Enttäuschung:

Marcos António (FC Rapid Bukarest/ablösefrei): Viel schlimmer kann das Debüt nicht laufen. Der brasilianische Innenverteidiger erwischte in der Partie gegen den VfB einen rabenschwarzen Tag und musste bereits nach 16 Minuten vom Feld. Seinen ersten kapitalen Fehler fabrizierte er nach gut 20 Sekunden, als er Vedad Ibišević das 1:0 der Schwaben auflegte. Spätestens danach war der Innenverteidiger vollends verunsichert und verschuldete zehn Minuten später beinahe ein weiteres Tor. Bis er sich von diesem völlig verunglückten Tag erholt haben wird und Hecking ihm wieder das Vertrauen schenkt, kann noch eine Weile vergehen.

Ohne Bewertung:

Fehlanzeige

Fazit:

Die Ausbeute in Sachen Neuverpflichtungen ist durchwachsen. Nach den Abgängen der Leistungsträger Daniel Didavi und Philipp Wollscheid waren die Franken auf gute Transfers angewiesen. Mit Kiyotake haben sie einen überdurchschnittlichen neuen Spieler in den Kader geholt und ein glückliches Händchen bewiesen. Ob Marcos António sich von seinem verpatzten Debüt erholt und die Verstärkung sein kann, die man sich von seiner Verpflichtung versprochen hat, bleibt abzuwarten. Interessant wird es auch sein, wie Gebhart sich entwickelt. Beim Mittelfeldspieler wartet man seit Jahren auf den endgültigen Durchbruch. Das nötige Vertrauen schenkt ihm Hecking. Auch für den Mittelfeldspieler ist mit 23 Jahren an der Zeit, Konstanz in sein Spiel zu bekommen.




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Matthias Rudolph

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