Der FC Bayern muss sich offenbar auf den Abschied von Juan Bernat gefasst machen. Der ‚kicker‘ berichtet, dass der Linksverteidiger unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten ist und deshalb einen Wechsel anstrebt. Und auch die Münchner wären einem Verkauf wohl nicht abgeneigt.

Hintergrund: Bernats Vertrag läuft 2019 aus, eine Verlängerung steht aktuell nicht zur Debatte. Entsprechend wollen die Bayern im Sommer die letzte Möglichkeit nutzen, den Spanier noch zu Geld zu machen. 2014 war er für zehn Millionen Euro vom FC Valencia gekommen. Atlético Madrid und Galatasaray gelten als mögliche Abnehmer.

Treue Aushilfe

Als Backup für David Alaba verrichtete Bernat seitdem treue Dienste, sammelte 108 Pflichtspieleinsätze (fünf Tore, acht Vorlagen). Im Sommer will der 25-Jährige aber eine neue Herausforderung antreten. Auch, um den Sprung zurück in die Selección zu schaffen. Seit 2015 wartet er auf eine Nominierung.

Und auch Alabas Zukunft in München ist noch nicht in Stein gemeißelt. Zwar besitzt der Österreicher einen Vertrag bis 2019, liebäugelte zuletzt jedoch mit einem Wechsel nach Spanien. Real Madrid und der FC Barcelona gelten als mögliche Ziele. Dass es den 25-Jährigen aber schon im kommenden Sommer weg vom FCB zieht, ist unwahrscheinlich.

Konkurrenz bei Hector

Für den Fall eines Abgangs auf der Linksverteidigerposition baut der FC Bayern jedenfalls schon vor. Der ‚kicker‘ berichtete bereits am gestrigen Mittwochabend, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic Kontakt zu Nationalspieler Jonas Hector vom 1. FC Köln hergestellt hat. Der 27-Jährige darf den Effzeh im Abstiegsfall für festgeschriebene sieben bis acht Millionen Euro verlassen. Auch Borussia Dortmund und Juventus Turin sind interessiert.

FT-Meinung: Aus Bayern-Sicht ist das Interesse an Hector absolut nachvollziehbar. Gerade wenn Bernat den entsprechenden Kaderplatz freiräumt. Die vergangenen Transferperioden bewiesen, dass man möglichst viele deutsche Nationalspieler im Verein horten will. Zudem hat der gebürtige Siegener seine Qualitäten im DFB-Team auch auf internationaler Ebene schon oft genug unter Beweis gestellt. Ob Hector seinen Platz unter Joachim Löw aber mit einer Reservistenrolle in München gefährden wollen würde, ist unklar. Beim BVB hätte er bessere Aussichten auf einen Stammplatz. Ein Verbleib in Köln ist im nur im Falle des Klassenerhalts vorstellbar.