Omar Mascarell blickt auf eine kuriose Saison zurück. Der Abräumer in Diensten von Eintracht Frankfurt konnte gerade einmal zwölf Pflichtspieleinsätze verbuchen - neun in der Liga, drei im DFB-Pokal. Liest sich zunächst einmal wie die Statistik eines Ergänzungsspielers. So kann man sich täuschen.

Die geringe Zahl der Spiele erklärt sich nämlich nicht durch schwache Leistungen, sondern mit langwierigem Verletzungspech. Erst eine Achillessehnen-OP, dann ein Haarriss im Fuß. Das Erstaunliche: Stand der Spanier auf dem Platz, funktionierte er trotz der langen Pausen sofort. Wenig erstaunlich, dass die Interessenten Schlange stehen. Bei Schalke 04 soll Mascarell bereits Anfang Juni angeboten worden sein.

Mindestens zwölf Millionen Euro

Nach Informationen der ‚Bild‘ hat Schalke-Sportdirektor Christian Heidel die Zeit seitdem gut genutzt. Demnach ist sich Königsblau mit dem Spieler mittlerweile einig. Ganz so einfach ist die Sache dann aber doch nicht: Real Madrid wird wohl zunächst einmal die Rückkaufklausel über vier Millionen Euro ziehen, die 2016 beim Deal mit der Eintracht installiert wurde.

Dann wollen die Könglichen an den Meistbietenden versteigern. Zwölf bis 15 Millionen Euro sollen nötig sein - als Startgebot. Kein Mondpreis, weshalb sich sogar noch Frankfurt-Sportdirektor Fredi Bobic Chancen ausrechnet. Mascarell soll aber schon bei Schalke im Wort stehen und kommende Saison lieber Königsblau tragen wollen.