Der FC Schalke 04 ist auf der Suche nach einem Linksverteidiger. Der Verkauf von Benedikt Höwedes gibt den Königsblauen die Möglichkeit, noch einmal aktiv zu werden – und die Position hinten links ist ganz klar die Problemzone im Kader. Bastian Oczipka ist nach einer Leistenoperation noch einige Zeit außer Gefecht und Abdul Rahman Baba nach langer Verletzung noch weit von seiner Form aus Augsburger Tagen entfernt.

Christian Heidel bestätigt die Suche: „Es ist kein Geheimnis, dass wir die Augen offen halten“, sagte der Manager am heutigen Montag. FT schlägt einige Kandidaten vor, auf die Heidel und Trainer Domenico Tedesco ein Auge werfen könnten.

Philipp Max (FC Augsburg): Bereits im Winter probierte es Schalke beim Augsburger, doch der Preis für eine Rückkehr wäre sicherlich hoch. Von 2012 bis 2014 hatte Max für die U19 und die zweite Mannschaft der Königsblauen gespielt, bevor man ihn nach Karlsruhe ziehen ließ. Den 24-Jährigen würde Tedesco wohl mit Kusshand im Team begrüßen.

Johan Mojica (FC Girona): In drei Vorrundenpartien überzeugte er bei der WM für Kolumbien auf der linken Abwehrseite, zeigte dabei auch viel Offensivdrang. Im Achtelfinale gegen England fiel Mojica dann eher durch Unsportlichkeit auf: Vor Harry Kanes Tor ackerte der 25-Jährige den Elfmeterpunkt um. Dennoch zog der FC Girona die Kaufoption über fünf Millionen Euro für den Kolumbianer. Für Schalke dürfte es daher eine Spur teurer werden.

Jérôme Roussillon (HSC Montpellier): Einige Bundesligisten haben den Franzosen auf dem Zettel, und das zurecht: Der 25-Jährige kann mit 117 Einsätzen in der Ligue 1 aufwarten und sieht sich nach eigener Aussage künftig in der Bundesliga. Roussillon verfügt über den nötigen Offensivdrang, um sich auf Schalke auch als Außenspieler neben einer Dreierkette wohlzufühlen. Allerdings ist Wolfsburg Favorit auf eine Verpflichtung des Montpellier-Verteidigers.

Konstantinos Stafylidis (FC Augsburg): Der Grieche fiel bei Augsburg zuletzt in der Gunst des Trainerteams hinter Philipp Max zurück und verbrachte die vergangene Rückrunde leihweise bei Stoke City. Dort konnte er aufgrund von Verletzungssorgen keine nachhaltige Eigenwerbung betreiben, doch der 24-Jährige zeigte bereits, dass er das Zeug zum Bundesligaprofi hat. Er könnte eine verhältnismäßig günstige Alternative sein.

Jannes Horn (1. FC Köln): Der 21-Jährige hat eine enttäuschende Saison beim 1. FC Köln hinter sich – nur elf Einsätze beim Absteiger konnte Horn verbuchen. Dass er den Verein gerne wieder verlassen möchte, gilt als offenes Geheimnis – bestenfalls zurück in die erste Liga. Die sieben Millionen Euro, die die Kölner vor einem Jahr nach Wolfsburg überwiesen, werden sie für Horn wohl nicht wiederbekommen. Vielleicht könnte Tedesco das Potenzial des Linksverteidigers ausschöpfen.