Bundesliga

Eberls Bilanz: Kompany-Interesse & Kapitulation bei Woltemade

Im Interview resümiert Max Eberl die Transferschlappen bei Nick Woltemade und Florian Wirtz. Außerdem bestätigt der Bayern-Boss, dass Vincent Kompany durchaus auch bei Klubs auf dem Zettel steht, die „finanziell sehr potent“ sind.

von Dominik Schneider - Quelle: Sport Bild
2 min.
Max Eberl bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern @Maxppp

Beim FC Bayern läuft es sportlich rund. Die Münchner grüßen in der Bundesliga und in der Champions League gleichermaßen von der Tabellenspitze. Das hat auch mit der Arbeit von Sportvorstand Max Eberl zu tun, der im vergangenen Sommer gemeinsam mit seinem Team und Trainer Vincent Kompany den Kader für die laufende Spielzeit zusammenstellte.

Unter der Anzeige geht's weiter

Wie wichtig Kompany für den Verein ist, betont Eberl im Interview mit der ‚Sport Bild‘ erneut. Den Belgier als Coach beim deutschen Rekordmeister zu installieren, sei „definitiv einer der besten“ Transfers in Eberls Karriere gewesen. Dass Kompany dadurch unter anderem auch bei seinem Ex-Klub Manchester City auf dem Zettel steht, treibt Eberl keine Schweißperlen auf die Stirn.

„Natürlich auch für andere Klubs interessant“

„Wir erleben jeden Tag, wie Vincent Kompany arbeitet – und das aus nächster Nähe zu sehen ist noch beeindruckender, als von außen darauf zu schauen. Wenn ein Trainer beim FC Bayern erfolgreich ist, ist er natürlich auch für andere Klubs interessant, die finanziell sehr potent sind“, so der Bayern-Funktionär.

Unter der Anzeige geht's weiter

Dass Kompany der ideale Trainer für die Bayern ist, entspricht nicht nur der Sichtweise des Vereins. „Vinny spürt, dass hier etwas entsteht, und er will dabei sein und gestalten. Dazu kommt: Wir stehen auch zusammen, wenn es einmal ein Tal geben sollte. Dazu passt er zu perfekt zum FC Bayern“, erläutert Eberl. Zu der Aussage passt, dass der Erfolgscoach seinen Vertrag an der Säbener Straße kürzlich bis 2029 verlängerte.

Rückennummer von Wirtz

Weniger Glück hatte der Ligaprimus bei den Versuchen, Nick Woltemade (23) und Florian Wirtz (22) in die bayrische Landeshauptstadt zu locken. Mit den medial durchaus kritisch beäugten Niederlagen auf dem Transfermarkt geht Eberl allerdings sportlich um. Auf die Frage, ob Wirtz, der beim FC Liverpool noch nach seiner Topform sucht, bei den Bayernbesser aufgehoben wäre, sagt Eberl: „Wir haben in allen Gesprächen klargemacht, dass wir ihn sehr gerne beim FC Bayern gesehen und er sehr gut zu uns gepasst hätte.“

Unter der Anzeige geht's weiter

Letztlich entschied sich der Nationalspieler aber für den Wechsel an die Anfield Road. Nah dran waren die Bayern dennoch. Das spiegelt auch die Tatsache wider, dass zwischen Wirtz und den Verantwortlichen des Vereins über die Rückennummer gesprochen wurde. „Rückennummern sind für Spieler ein nicht unwichtiges Thema“, bringt es Eberl auf den Punkt.

Kapitel Woltemade geschlossen?

Ganz so weit waren die Verhandlungen mit Woltemade wohl noch nicht fortgeschritten. Auf die Diskussion, ob der schlaksige Mittelstürmer die von Newcastle United gezahlte Ablöse wert ist, will sich Eberl nicht einlassen. Die Magpies haben „im Sommer 90 Millionen gezahlt“, dies sei „Fakt“.

Unter der Anzeige geht's weiter

Dass Woltemade am Ende nicht nach München wechselte, war auch auf die unverrückbaren Standpunkte der beteiligten Klubs zurückzuführen. Eberl erinnert: „Wir haben für uns ein gewisses Budget festgelegt, das hat der VfB Stuttgart nicht akzeptiert. Dann mussten wir eine Entscheidung treffen und nein sagen.“ Dass der Top-Angreifer der Nationalmannschaft eines Tages doch noch im Bayern-Trikot aufläuft, hält Eberl für unwahrscheinlich: „Transfers von Newcastle weg sind fast unmöglich, denn dort gibt es durch die Geldgeber unbegrenzte Möglichkeiten.“

Unter der Anzeige geht's weiter
Unter der Anzeige geht's weiter
In die Zwischenablage kopiert