Lucas Hernández (Atlético Madrid/80 Mio.)

Der teuerste Spieler der Bundesliga kam verletzt nach München, brachte sich aber rechtzeitig zum Pflichtspielstart in Form. Bei seinem Bundesliga-Debüt auf Schalke (3:0) machte Hernández ein blitzsauberes Spiel (FT-Note 2) als Innenverteidiger. Bald schon musste der Weltmeister dann links hinten ran, da David Alaba ausfiel. Dort sehr vorsichtig unterwegs und dennoch anfällig für Fehler. Nach seiner langen Verletzung ist das aber mehr als normal, das Potenzial des 23-Jährigen ist nicht zu übersehen. Zuletzt wieder außer Gefecht, reiste der zwischen den Stühlen stehende Hernández trotzdem zur französischen Nationalmannschaft und sorgte damit für Unruhe.
Note: 3,5

Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35 Mio.)

Als Absteiger und Weltmeister in Personalunion kam Pavard zu den Bayern. Nicht viele trauten dem 23-Jährigen damals zu, sich beim Rekordmeister durchzusetzen. Doch mittlerweile muss man konstatieren: Pavard ist Stammspieler. Zehnmal hintereinander stand der Ex-Stuttgarter über 90 Minuten auf dem Platz. Und nach ein paar Wacklern zu Beginn machte er seine Sache sowohl als Innen- wie auch als Außenverteidiger stets zur Zufriedenheit aller. Präsident Uli Hoeneß urteilte zuletzt: „Er zeigt jetzt schon nach ein paar Wochen, dass er einer der besten Transfers werden wird, die wir je gemacht haben.“ Viel mehr Lob geht nicht.
Note: 1,5

Mickaël Cuisance (Borussia Mönchengladbach/12 Mio.)

Der dritte französische Neuzugang wartet noch auf seinen Durchbruch. Die Bayern planen Cuisance, der in Gladbach unzufrieden mit seiner Reservistenrolle war, als Perspektivspieler ein. Aus Spielersicht musste die Sinnhaftigkeit des Transfers schon vor Vollzug infrage gestellt werden. Bislang kommt der 20-jährige Mittelfeldmann auf je zwei Profi- und Drittligaeinsätze. Für die zweite Mannschaft gelang Cuisance immerhin ein Traumtor im Derby gegen Ingolstadt (2:1).
Note: 4

Philippe Coutinho (FC Barcelona/Leihe, 8 Mio.)

Der Brasilianer erhält die volle Rückendeckung von Trainer Niko Kovac, der Coutinho dessen „Schokoladenposition“ auf der Zehn präsentiert. Mit Spielwitz, tollem Gespür für Zeit und Raum sowie Torgefahr (zwei Treffer, drei Assists) begeisterte der Leihspieler bislang nicht nur seinen Trainer, sondern auch Fans und Mitspieler. Insbesondere das Zusammenspiel mit Robert Lewandowski reift immer weiter. Gegen Hoffenheim (1:2) erwischte Coutinho dann einen schwächeren Tag, der den Gesamteindruck aber nicht trüben soll. Vom Rechtsfuß dürfen sich die Bayern noch einiges erwarten.
Note: 2

Ivan Perisic (Inter Mailand/Leihe, 5 Mio.)

Anfangs als Not-Transfer abgestempelt war Perisic in der Tat das, was man sich an der Isar vom Vizeweltmeister erhoffte: eine sofortige Hilfe. Auf den offensiven Außenbahnen entlastet der 30-jährige Routinier die jüngeren Serge Gnabry und Kingsley Coman. Zudem ist Perisic selbst sehr torgefährlich. Alle 38 Minuten ist der Kroate an einem Treffer beteiligt (je zwei Tore und Assists). Kovac kennt ihn noch aus seiner Zeit als Nationaltrainer – und wusste von Anfang an, was er an Perisic haben würde. Der ehemalige Dortmunder hat die Erwartungen bislang erfüllt.
Note: 2

Fiete Arp (Hamburger SV/3 Mio.)

Wie Cuisance kam auch Arp als Perspektivspieler nach München. Ein wenig mehr als zwei Kadernominierungen dürfte sich der Mittelstürmer aber doch erhofft haben. Insbesondere, dass dem 19-Jährigen zum Saisonauftakt Kwasi Okyere Wriedt vorgezogen wurde, überraschte. Arp tut sich noch schwer, sich an das extrem hohe Niveau in München anzupassen. Kovac ist sich trotzdem sicher: „Der Junge wird eine gute Entwicklung nehmen. Ob hier oder irgendwann woanders.“ Nach dem Durchbruch bei den Bayern riecht es derzeit nicht, das kann sich aber sicherlich noch ändern.
Note: 4

Transferzeugnis Borussia Dortmund

Transferzeugnis Bayer Leverkusen

Transferzeugnis Eintracht Frankfurt

Transferzeugnis Borussia Mönchengladbach

Transferzeugnis 1. FC Köln

Transferzeugnis VfB Stuttgart

Transferzeugnis Hamburger SV

Transferzeugnis SC Freiburg