Qualität im Überfluss: Die zehn größten Talente aus der Ligue 1

Kylian Mbappé, Eden Hazard, Bernado Silva. Die Liste an heutigen Superstars, die in der Ligue 1 am Ball waren oder sogar noch sind, ist so lang wie prominent. Auch die nächste Generation wartet bereits auf den internationalen Durchbruch. FT stellt die zehn vielversprechendsten Talente vor.

Eduardo Camavinga (m.) gilt als das Top-Talent der Ligue 1
Eduardo Camavinga (m.) gilt als das Top-Talent der Ligue 1 ©Maxppp

Sven Botman (21/ OSC Lille)

Bis auf eine einzige Ausnahme nicht nur immer in der Startelf, sondern auch immer über die volle Distanz auf dem Spielfeld – so lautet die Ligabilanz des Niederländers seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer. Botman ist der Prototyp eines Innenverteidigers: Groß (1,95 Meter), resolut im Zweikampf und gut im Aufbauspiel. Seine Geschwindigkeitsdefizite kaschiert der Linksfuß mit gutem Positionsspiel und einer starken Antizipation.

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Jonathan David (21/ OSC Lille)

Der zweite Sommerneuzugang, der sich auf Anhieb einen Stammplatz beim aktuellen Tabellenführer der Ligue 1 sichern konnte. Nachdem der Kanadier der belgischen Liga entwachsen war (26 Torbeteiligungen in 27 Einsätzen), zeigt sich jetzt, dass sich der Zwischenschritt nach Lille als richtige Entscheidung entpuppt. Sieben Tore und zwei Vorlagen in 25 Einsätzen sind keine schlechte Quote für den Offensivmann.

Moise Kean (20/ Paris St. Germain)

Juventus Turin, der FC Everton und Paris St. Germain – bei der Liste der Klubs für die Kean bereits aufgelaufen ist, vergisst man leicht, dass der Italiener noch kein gestandener Profifußballer ist, sondern mit seinen 20 Jahren am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht. Zehn Tore in 17 Ligapartien belegen, dass dem Mittelstürmer nun endgültig der Durchbruch gelungen ist.

Rayan Cherki (17/ Olympique Lyon)

Der jüngste Spieler in dieser Liste verfügt zweifelsfrei über ein immenses Potential. Cherki fühlt sich in der Offensive überall wohl. Mit seiner ausgezeichneten Technik spielt er so manchem Verteidiger Knoten in die Beine und schafft immer wieder Lücken für sich und sein Team. Die Zielstrebigkeit in seinen Aktionen fehlt noch, was angesichts seines Alters jedoch auch alles andere als verwunderlich ist.

Benoît Badiashile (19/ AS Monaco)

Groß, robust und dennoch äußerst flink. Alles Attribute, die man dem 1,94 Meter großen Innenverteidiger zuschreiben kann. Hinzufügen müsste man außerdem die Merkmale Stammspieler und Leistungsträger. Kein Wunder also, dass schon so mancher Topklub versuchte, sich die Dienste des U21-Nationalspielers zu sichern – bisher vergebens. Ob Badiashile auch über den Sommer hinaus im Fürstentum aufläuft, ist jedoch ungewiss. Real Madrid und der FC Chelsea gelten nach wie vor als sehr interessiert.

Sofiane Diop (20/ AS Monaco)

Der zweite Schützling von Ex-Bayern Trainer Niko Kovac in dieser Liste ist in der Offensive beheimatet. Mit einem starken Antritt, einer sehr guten Grundgeschwindigkeit und seiner Dribbelstärke bringt der Rechtsfuß ideale Voraussetzungen als Flügelspieler mit. Seine starke Übersicht erlaubt es Diop darüber hinaus, auch im offensiven Mittelfeld die Fäden zu ziehen.

Eduardo Camavinga (18/ Stade Rennes)

Das Ausnahmetalent schlechthin. Im Mittelfeld ist der Linksfuß überall zu finden, fordert Bälle, verteilt diese punktgenau und traut sich auch mal ins Dribbling. Aber auch für Defensivaufgaben ist sich Camavinga nicht zu schade. Im kommenden Sommer kann sich der französische Nationalspieler (zwei Spiele, ein Tor) seinen neuen Klub quasi frei aussuchen. Real Madrid scheint Favorit zu sein, aber auch der FC Bayern ist eine Option. Dass die Bundesliga als nächste Karrierestation infrage kommt, bestätigte der Berater des 18-Jährigen erst in dieser Woche.

Jérémy Doku (18/ Rennes Rennes)

Ein Talent, das im Wirbel um Camavinga schon fast unterzugehen scheint. Aber auch Doku ist mit seinen 18 Jahren schon ein wichtiger Bestandteil in Rennes. Vor der Saison vom RSC Anderlecht gekommen, erkämpfte sich der Flügelspieler sofort einen Stammplatz auf der rechten Außenbahn. Dort überzeugt er seitdem mit einem unnachahmlichen Antritt und einer starken Ballführung.

Boubacar Kamara (21/ Olympique Marseille)

Ein Sechser, wie er im Buche steht. Der französische U21-Nationalspieler hält seinen Vorderleuten stets den Rücken frei. Kamara räumt alles ab, was ihm in die Quere kommt und versteht es ausgezeichnet, aufkommende Lücken im Abwehrverbund umgehend zu schließen. Aber auch mit dem Ball weiß der Rechtsfuß etwas anzufangen. Mit punktgenauen Pässen schafft es Kamara, seine Teamkollegen immer wieder in Szene zu setzen.

Mohamed Simakan (20/ Racing Straßburg)

Dayot Upamecano (22), Ibrahima Konaté (21) und Nordi Mukiele (23) – in der Verteidigung von RB Leipzig spielen Franzosen eine zentrale Rolle. Damit dies auch in der nächsten Spielzeit gesichert ist, haben sich die Sachsen bereits früh die Dienste von Simakan gesichert. Auch wenn der Deal noch nicht offiziell bestätigt ist, hat der 1,87 Meter große Innenverteidiger seinen Vertrag wohl schon unterschrieben. Freuen dürfen sich die Roten Bullen damit auf einen sehr schnellen Spieler, der außerdem robust im Zweikampf ist. An seiner Spieleröffnung muss Simakan jedoch noch arbeiten.

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