Bäumchen wechsle dich: Das große Trainerkarussell in Deutschland

Die Bundesligasaison hat am vergangenen Wochenende ein Ende gefunden. Für die kommende Spielzeit wird es bei einigen Klubs einen neuen Coach auf dem Trainerstuhl geben.

Das Trainerkarussell in der Bundesliga nimmt Fahrt auf
Das Trainerkarussell in der Bundesliga nimmt Fahrt auf ©Maxppp

Auf den Trainermarkt kommt schon kurz nach Saisonende wieder Schwung. Ungewohnt viele Vereine verkündeten unmittelbar nach dem 34. Spieltag die Trennung vom bisherigen Übungsleiter, bei manchen Klubs wird Ersatz für den amtierenden Interimstrainer gesucht.

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TSG Hoffenheim

Ganz frisch ist die Entlassung von Sebastian Hoeneß. Der 40-Jährige musste am heutigen Dienstag bei der TSG Hoffenheim seinen Hut nehmen. Nachdem sein Team an den finalen neun Spieltagen ohne Sieg blieb, zogen die Verantwortlichen im Kraichgau die Reißleine.

Gesucht wird nun ein Trainer, der die TSG wieder ins internationale Geschäft führen kann. Gerüchte über Nachfolger gibt es Stand jetzt noch keine. Als Standort für einen Trainer mit Ansprüchen ist Hoffenheim aber mit Sicherheit eine attraktive Adresse.

Borussia Mönchengladbach

Die Fohlen blicken auf eine wechselhafte und sportlich insgesamt sehr durchwachsene Saison zurück. Abseits des grandiosen 5:0-Erfolgs im DFB-Pokal gegen den FC Bayern lief es in der Liga nicht rund. Zwischen Mannschaft und dem inzwischen entlassenen Trainer Adi Hütter soll es rumort haben.

Als möglicher Nachfolger ist nun Lucien Favre im Gespräch. Bereits von 2011 bis 2015 war der momentan vereinslose Schweizer sehr erfolgreich als Trainer der Gladbacher tätig. Favres Rückkehr steht genauso zur Debatte wie eine Verpflichtung von Daniel Farke, der nach seiner Vertragsauflösung bei FK Krasnodar ebenfalls ohne Anstellung ist. Außerdem ein Thema laut dem Schweizer ‚Blick‘: Zürichs Meistertrainer André Breitenreiter.

VfL Wolfsburg

Florian Kohfeldt beendete die Saison beim VfL Wolfsburg noch, musste dann aber auch seine Koffer packen. Obwohl es den Anschein machte, als habe Kohfeldt die Wölfe nach einer längeren Durststrecke wieder in die Erfolgsspur geführt, entschieden sich die Offiziellen für die Trennung.

Thomas Reis vom VfL Bochum scheint ein ernsthafter Kandidat für die Nachfolge zu sein. Der Bochumer Coach besitzt dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel über zwei Millionen Euro. Weitere Namen in der Verlosung sind Bruno Labbadia, Adi Hütter, Daniel Farke, Sandro Schwarz (Dinamo Moskau) und Matthias Jaissle (RB Salzburg).

FC Augsburg

Etwas untypisch verkündete Markus Weinzierl nach dem letzten Saisonspiel des FC Augsburg gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:1) auf der Pressekonferenz eigenhändig seinen Abschied. Geschäftsführer Sport Stefan Reuter wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der endgültigen Entscheidung des Trainers. Das lässt tief blicken, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Fuggerstädter einen neuen Coach brauchen.

Im Rennen um den Job beim bayrischen Erstligisten ist Enrico Maaßen. Derzeit trainiert der ambitionierte Fußballlehrer die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund in Liga drei. Heute hieß es zudem, dass die Augsburger sich über Gerhard Struber informiert haben. Der Österreicher steht aktuell bei RB New York in der MLS an der Seitenlinie.

Hertha BSC

Bei der Hertha aus Berlin sind noch viele Fragen zu klären. Zunächst einmal müssen die Hauptstädter in der Bundesliga-Relegation gegen den Hamburger SV ran. Die Mannschaft betreut weiterhin Felix Magath, der dafür sorgen soll, dass Hertha erstklassig bleibt.

Darüber hinaus soll das Engagement des routinierten Schleifers aber nicht gehen. Auch in Berlin wurde Sandro Schwarz gehandelt. In Russland befindet sich der 43-Jährige noch im Kampf um den Vizemeistertitel. Darüber hinaus hat er einen Vertrag bis 2024. Adi Hütter soll in den Gedanken von Sportchef Fredi Bobic ebenso eine Rolle spielen wie die Möglichkeit, André Breitenreiter vom FC Zürich loszueisen.

FC Schalke 04

Mike Büskens hat nach der Entlassung von Dimitirios Grammozis alles in die Waagschale geworfen, um dem FC Schalke 04 den Aufstieg zu sichern. Am Ende sprang dabei sogar die Meisterschaft in Liga zwei heraus. Nun will der Publikumsliebling aber wieder ins zweite Glied rücken.

Ein Favorit auf den Cheftrainerposten hat sich zumindest in der Öffentlichkeit bislang noch nicht herauskristallisiert. Da das Trainerkarussell gerade erst Fahrt aufnimmt, könnten sich für Schalke in den nächsten Tagen vielleicht sogar noch neue Optionen auftun. Zur Verfügung stehen jedenfalls einige Kandidaten mit Bundesliga-Erfahrung.

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