Volltreffer

Samuel Umtiti (Olympique Lyon/ 25 Millionen Euro): Der französische Nationalspieler nahm den Schwung einer starken EM mit nach Katalonien. An neuer Wirkungsstätte überzeugt Umtiti mit abgebrühten Leistungen, die ihm kaum einer zugetraut hätte. Der Linksfuß ist mit seiner Schnelligkeit und klugem Antizipieren Gold wert für die hoch stehenden Blaugrana. Trainer Luis Enrique verzichtet daher nur noch auf den Neuzugang, wenn er muss. Mit einer Ablöse von 25 Millionen war Umtiti zudem ein echtes Schnäppchen. Fazit: Die lange Suche nach einem Innenverteidiger hat ein gutes Ende gefunden.

Verstärkung

Lucas Digne (Paris St. Germain/ 16,5 Millionen Euro): Der zweite neue Franzose füllt seine Rolle als Back-Up von Jordi Alba wie geplant aus. Immerhin sechsmal stand Digne in der laufenden Saison in La Liga schon in der Startelf. Und der Linksverteidiger hat in der Kürze der Zeit schon bewiesen, dass man sich auf ihn verlassen kann. Die ganz großen Spiele hat Digne allerdings noch nicht hingelegt. An Platzhirsch Alba gibt es in absehbarer Zeit kein Vorbeikommen. Mit 23 Jahren ist Digne aber auch noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt.

Mitläufer

Denis Suárez (FC Villarreal/ 3,25 Millionen Euro): Nach einer starken Saison im Trikot des FC Villarreal holte Barça sein Eigengewächs im Sommer zurück ins Camp Nou. Dort fungiert der 22-Jährige meist als Einwechselspieler. Zuletzt durfte Suárez aber zweimal in Folge von Beginn an ran. Vor allem beim 2:1-Sieg in Sevilla am vergangenen Wochenende brillierte er im zentralen Mittelfeld. Die Formkurve zeigt also steil nach oben. Nicht ausgeschlossen, dass sich Suárez schon bald als echte Verstärkung erweist. Die Chance ist jetzt da.

André Gomes (FC Valencia/ 35 Millionen Euro): Der teuerste Neuzugang der Katalanen aus dem Sommer sucht noch seinen Platz im Starensemble. Bislang findet er diesen in der Regel auf der Bank. Wenig verwunderlich ist es da, dass Gomes im Spiel der Blaugrana meist noch wie ein Fremdkörper wirkt. An Ivan Rakitic gibt es für den Portugiesen kein Vorbeikommen. Hoffnung auf mehr Spielzeit keimte auf, als sich Andrés Iniesta verletzte. Doch Konkurrent Denis Suárez hat aktuell die Nase vorn.

Enttäuschung

Paco Alcácer (FC Valencia/ 30 Millionen Euro): Nur fünf Millionen günstiger als Gomes war der zweite Neuzugang vom FC Valencia. Doch Alcácer findet noch weniger Bindung zum Spiel als sein alter und neuer Teamkollege. Wenn der spanische Nationalspieler mal ran darf, dann versiebt er reihenweise Chancen. Um das Selbstvertrauen des 23-Jährigen ist es folglich nicht sonderlich gut bestellt. Die schon im Sommer starken Zweifel, ob sich der Transfer nach Barcelona für Verein und Spieler rentieren wird, konnte Alcácer bislang nicht im Ansatz aus dem Weg räumen. Immerhin: Es kann eigentlich nur besser werden.

Ohne Bewertung

Jasper Cillessen (Ajax Amsterdam/ 13 Millionen Euro): Als Ersatz für Claudio Bravo kam der Niederländer kurz vor Ablauf der Transferfrist. Vom Glück verfolgt ist Cillessen seitdem nicht. In der Liga durfte er genau einmal ran – und das beim peinlichen 1:2 zuhause gegen Aufsteiger Deportivo Alavés. Für den 27-Jährigen heißt es nun: Geduldig sein und abwarten, ob Konkurrent Marc-André ter Stegen die Tür noch einmal öffnet.

Weitere Transferzeugnisse

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