Frankreich-Mania: Die Ligue 1-Kandidaten für die Bundesliga

Dank unserer Kontakte nach Frankreich konnte FT zuletzt regelmäßig über Spieler aus der Ligue 1 berichten, die von Vereinen aus der Bundesliga umworben werden. Es wird höchste Zeit für einen Überblick.

Drei Kandidaten für die Bundesliga: Bertrand Traoré, Malang Sarr & Tanguy Kouassi (v. l. n. r.)
Drei Kandidaten für die Bundesliga: Bertrand Traoré, Malang Sarr & Tanguy Kouassi (v. l. n. r.) ©Maxppp

Tanguy Kouassi (Paris St. Germain)

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Das vielleicht hoffnungsvollste der in der Bundesliga gehandelten Talente aus dem Land des Weltmeisters. Die Ausgangslage ist eindeutig: RB Leipzig ist klarer Favorit auf einen Transfer des 17-jährigen Abwehrjuwels von Paris St. Germain, das trotz seines Alters schon erste Minuten im Starensemble sammeln konnte. Kouassis Vertrag in der französischen Hauptstadt läuft diesen Sommer aus – die große Chance für RB.

Sacha Boey (Stade Rennes)

Auch der 19-jährige Rechtsverteidiger hat in der abgebrochenen Ligue 1-Saison erste Fußstapfen im Profi-Fußball hinterlassen. Seine Schnelligkeit und Technik haben zuletzt Schalke 04 sowie den FC Augsburg auf den Plan gerufen. In der Bundesliga könnte Boey den nächsten Schritt machen. Zum Nulltarif gibt es ihn allerdings nicht – er hat bei Stade Rennes bereits einen Profi-Vertrag bis 2022 in der Tasche.

Kévin N’Doram (AS Monaco)

Der Sohn von Ex-Profi Japhet N’Doram hat ein paar Jahre Anlauf benötigt, um zuletzt bei Leihklub FC Metz endlich den Sprung zum Stammspieler zu schaffen. Die AS Monaco würde ihn gerne gegen fünf Millionen Euro verkaufen – hier kommt nun der VfL Wolfsburg ins Spiel, der Interesse an N’Doram signalisiert. Eine Offerte der Wölfe lässt allerdings noch auf sich warten.

Fodé Ballo-Touré (AS Monaco)

Noch einer aus dem Fürstentum: Fodé Ballo-Touré war in der zurückliegenden Saison gesetzter Linksverteidiger der AS Monaco und erregte als solcher ebenfalls Aufmerksamkeit in der Bundesliga. RB Leipzig hat ihn als Alternative im Blick, sollte der starke Spanier Angeliño nicht verpflichtet werden können. Auch Schalke 04 ist interessiert und könnte den 23-Jährigen als Herausforderer von Bastian Oczipka dazuholen. Der Haken: Bei einem Vertrag bis 2023 dürfte Ballo-Touré kein Schnäppchen werden.

Joel Ngoya (OSC Lille)

Ngoya wäre mit seinen 18 Jahren ein perspektivischer Neuzugang mit großem Talent aber noch ausstehendem Durchbruch im Profi-Bereich. Der zentrale Mittelfeldspieler befindet sich im Visier der TSG Hoffenheim, die ihm dies zuzutrauen scheint.

Bertrand Traoré (Olympique Lyon)

Der 24-jährige Tempodribbler hat schon internationale Meriten vorzuweisen und stand bereits beim FC Chelsea unter Vertrag. 2017 folgte die Rückkehr nach Frankreich zu Olympique Lyon, wo er zunächst Leistungsträger, zuletzt aber nicht mehr unumstritten war. Traoré will wechseln und hat bei Bayer Leverkusen mit Peter Bosz einen Fürsprecher in Trainerfunktion. So könnte es im Sommer an den Niederrhein gehen.

Malang Sarr (OGC Nizza)

Dasselbe gilt für Malang Sarr. Auch der Rechtsverteidiger ist schon ein gestandener Ligue 1-Profi und war zuletzt Leistungsträger bei OGC Nizza. Normalerweise würde dieser Mann wohl über 20 Millionen Euro kosten, doch Sarrs Vertrag besitzt an der Côte d’Azur ab Sommer keine Gültigkeit mehr. Das macht den 21-Jährigen für große Bundesliga-Klubs wie Schalke 04 und Borussia Dortmund interessant – die besten Karten hat aber Bayer Leverkusen.

Kiliann Sildillia (FC Metz)

Der nächste Rechtsverteidiger und Perspektivspieler für die Bundesliga spielt beim FC Metz. Kiliann Sildillia hat mit seinen 18 Jahren zwar noch keine Profi-Einsätze für die Lothringer vorzuweisen, dafür aber einige Verehrer aus dem östlichen Nachbarland. Der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim sowie der VfB Stuttgart haben angeklopft.

Naïf Aguerd (FCO Dijon)

Auch der 1. FC Köln ist auf der Suche nach Verstärkungen in Frankreich fündig geworden. Der Blick der Domstädter wandert zum FCO Djion. Dort spielte Innenverteidiger Naïf Aguerd eine gute Serie und rückte in den Kölner Fokus. Der Bundesligist unterbreitete zwar schon eine offizielle Anfrage, Dijon will seinen marokkanischen Abwehrmann jedoch (noch) nicht ziehen lassen. FC-Sportchef Horst Heldt muss Überzeugungsarbeit leisten.

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