Transferzeugnis Köln: Geringer Aufwand, hoher Ertrag

Fünfmal schlug der 1. FC Köln im vergangenen Transferfenster zu und zahlte dabei keinerlei Ablöse. Mit geringem finanziellen Aufwand wurde der Kader sowohl in der Breite als auch in der Spitze verstärkt. FT bewertet die Transfers der Kölner.

Mark Uth und Dejan Ljubicic wechselten im Sommer zum 1. FC Köln
Mark Uth und Dejan Ljubicic wechselten im Sommer zum 1. FC Köln ©Maxppp

Luca Kilian (FSV Mainz 05/Leihe)

Luca Kilian 2122

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Für den Youngster zahlt sich die Leihe bis dato aus. In Mainz schien kein Vorbeikommen an den arrivierten Kräften Jeremiah St. Juste oder auch Moussa Niakhaté, beim FC nahm der Innenverteidiger jedoch auf Anhieb eine wichtige Rolle ein. In acht von elf möglichen Ligaspielen stand Kilian in dieser Saison auf dem Rasen – bei dreien von Beginn an. Stets zeigte der robuste 1,92-Hüne couragierte Leistungen und stellte seine Qualitäten im Zweikampf unter Beweis. Im Spielaufbau hat der ehemalige U21-Nationalspieler aber offensichtliche Defizite, die es aufzuarbeiten gilt, um sich in Köln durchzusetzen. Note: 3

Timo Hübers (Hannover 96/ablösefrei)

Mit Vorschusslorbeeren, aber auch zwei Kreuzbandrissen im Gepäck trat der Innenverteidiger im Sommer die Reise von Hannover in die Domstadt an. In der Vorbereitung wusste der 25-Jährige zu gefallen, stand folglich in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Carl Zeiss Jena (3:5 n.E.) in der Startelf. Kurz darauf bremste Hübers eine Muskelverletzung aus und zwang den verletzungsanfälligen Innenverteidiger zweieinhalb Monate zum Zuschauen. Am zehnten Spieltag gab der Rekonvaleszent sein Comeback gegen Borussia Dortmund (0:2) und lieferte eine ordentliche Vorstellung ab, die ihm auch in den zwei folgenden Partien einen Platz in der Startelf einbrachte. Hübers besticht durch seine hohe Geschwindigkeit und seinen aktiven Verteidigungsstil. Defizite hat der Abwehrrecke im Stellungsspiel: Situativ ist Hübers, der zum ersten Mal bei einem Bundesliga-Klub unter Vertrag steht, die fehlende Erfahrung in Deutschlands höchster Spielklasse anzumerken. Note: 3

Mark Uth (FC Schalke 04/ablösefrei)

Nach einer mehr als unglücklichen Liaison bei Schalke kehrte der 30-Jährige im Sommer zu seinem Herzensklub zurück. Weil sich der Angreifer mit seinem Ex-Verein auf eine Vertragsauflösung einigen konnte, ging der Transfer ablösefrei über die Bühne. Ein Deal, der sich sowohl für Uth als auch die Kölner ausgezahlt hat. Der technisch versierte Linksfuß zählt zum Stammpersonal unter Trainer Steffen Baumgart und ist als hängende Spitze oder Achter in der Mittelfeldraute ein wichtiger Bestandteil des Kölner Offensivspiels. An seiner Effizienz muss Uth allerdings schrauben: In zwölf Pflichtspielen gelangen Uth lediglich ein Treffer und ein Assist. Note: 2,5

Dejan Ljubicic (Rapid Wien/ablösefrei)

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Mit der Verpflichtung des 24-Jährigen gelang den Kölnern ein echter Transfercoup. Ljubicic ist nicht mehr aus der Mannschaft der Geißböcke wegzudenken. Gemeinsam mit dem derzeit verletzten Ellyes Skhiri bildet der Österreicher das aktuell laufstärkste Mittelfeld-Duo der Bundesliga. Trotz des großen Qualitätssprungs zwischen der österreichischen und deutschen Liga benötigte der Rechtsfuß kaum Eingewöhnungszeit. Einziger Makel: Auf eine Torbeteiligung wartet der gebürtige Wiener noch. Bestätigt Ljubicic seine konstant guten Leistungen, dürften bald auch größere Vereine auf den Nationalspieler aufmerksam werden. Note: 1,5

Marvin Schwäbe (Bröndby IF/ablösefrei)

Als Backup für Timo Horn verpflichtet, machte der Schlussmann seine Sache gegen Jena und den VfB Stuttgart im DFB-Pokal (2:0) ordentlich. Fußballerisch ist der 26-Jährige Horn augenscheinlich überlegen, aktuell scheint jedoch kein Vorbeikommen an Kölns Nummer eins. Keine Bewertung

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